• Dieter Pregizer

Die zehn wichtigsten Regeln für die Wohnungslüftung

Aktualisiert: Mai 1

Zur Vermeidung von Schimmelpilzbildungen in Wohnungen ist es wichtig eine ausreichende Lüftung und Beheizung durchzuführen. Hierfür können folgende Tipps als „Goldene Regeln“ herangezogen werden:

Zugestellte Fenster führen zu ungenügender Lüftung.







Gegenstände auf Fensterbänken erschweren das Stoßlüften

1.

Wohnräume sollten in Abhängigkeit vom Außenklima mindestens zwei bis vier Mal pro Tag gelüftet werden. Die Lüftungsdauer ist abhängig vom Außenklima und der Menge der in der

Wohnung anfallenden Feuchtigkeit.

2.

Grundsätzlich sollte durch Stoßlüftung, das heißt, vollständiges Öffnen der Fenster, gelüftet werden. Noch effektiver ist eine Querlüftung durch gegenüber liegende Fenster in einer Wohnung.




Stoßlüftung durch vollständig geöffnete Fensterflügel ist schnell und effektiv.





3.

Eine Lüftung durch Kippen der Fenster muss vermieden werden, da es keine ausreichende und schnelle Lüftungsmaßnahme darstellt.




Eine Kipplüftung ist meist nicht ausreichend, um für eine ausreichende Lüftung zu sorgen.





4.

Räume mit hoher Feuchteproduktion, wie Bad oder Küche, müssen unmittelbar nach Benutzung durch Öffnen der Fenster in den betroffenen Räumen nach außen gelüftet werden. Gegebenenfalls muss der Lüftungsvorgang mehrfach wiederholt werden, um die Raumumschließungsflächen auszutrocknen.

Räume mit hoher Feuchteproduktion müssen über Fenster oder z. B. einen Dunstabzug nach außen gelüftet werden

5.

Warmfeuchte Luft aus Bad oder Küche darf nicht in die Wohnräume gelüftet werden. Ansonsten muss mit Kondensationserscheinungen und Schimmelpilzbildungen an kalten Stellen gerechnet werden.


Luftfeuchte durch Kochen muss schnell abgeführt werden

6.

Kühlere oder unbeheizte Räume dürfen nicht durch Offenlassen der Türen zu Wohnräumen temperiert und gelüftet werden. Diese Räume müssen separat beheizt und gelüftet werden.

7.

Ein Beschlagen der Fensterscheiben ist ein Zeichen, dass die relative Luftfeuchte deutlich über 60 % angestiegen ist und dringend gelüftet werden muss.


Tauwasser an Fensterscheiben ist immer ein Hinweise auf eine hohe relative Luftfeuchte. Spätestens dann, wenn dies festgestellt wird, muss dringend gelüftet werden.




Tauwasser an Fensterscheiben zeigt hohe Luftfeuchte an

Intensive Tauwasserbildung in einem Privatbad

8.

Während des Lüftens müssen die Heizkörper nicht abgestellt werden. Günstiger ist es, den Heizkörper durchlaufen zu lassen, weil dadurch die Lüftungszeit erheblich verkürzt wird.

9.

Zur Abführung der Baufeuchte muss bei Neubauten in den ersten zwei Heizperioden vermehrt geheizt und gelüftet werden.

10.

Filter von Abluftventilatoren in Bad, Küche oder sonstigen Räumen müssen regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden. Ansonsten nimmt die Lüftungswirkung im Laufe der Zeit immer mehr ab.




Filter von Abluftventilatoren in Bad und Küche müssen in regelmäßigen Abständen gereinigt oder ausgetauscht werden.



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